Aachener Straßenbau

Stadt Aachen Tiefbauamt 1959 - Baugeschichte, Stadtreinigungsamt, Liebigstraße
Aachener Tiefbauamt in der Liebigstraße 1959

In den Nachkriegsjahren hat sich die Straßenführung in Aachen stark verändert. Diverse Straßen wurden im Innenstadtbereich verbreitert (z. B. Kleinmarschierstraße, Peterstraße, Blondelstraße, Seilgraben).

Der Verlauf aller Ringstraßen blieb dabei weitestgehend erhalten. Er orientiert sich an den Befestigungen, die das alte Aachen im Spätmittelalter umschlossen.

Ausnahme bildet die Wegführung der Alleen in südöstlicher Richtung (Wilhelmstraße, Römerstraße, Lagerhausstraße). Das liegt u. a. am Straßenbau der Theaterstraße (der ersten städteplanerisch angelegten Promenade/Straße) Aachens.

In ersten Entwürfen hatte die Straße, die später Bismarckstraße hieß, durchgängig die gleiche Breite, wie der Theaterplatz. Dieser Plan wurde jedoch (leider) verworfen. In der preußischen Blütezeit des Aachener Kurbetriebs hatte die Theaterstraße die Aufgabe inne eine Verbindung des Thermen-Viertels am Dom zum idyllischeren Kurbetrieb im Burtscheider Süden herzustellen.

Der Aachener Bauhof, auf dem dieses Foto entstand, befand sich in den Nachkriegsjahren in der Liebigstraße. Dort war das Stadtreinigungsamt ansässig. Viele der erhaltenswerten Nachkriegstrümmer wurden in den fünfziger Jahren an dieser Stelle vorübergehend eingelagert.

Ungeklärt ist der Verbleib von Abrissmaterial, wie jenes der „Gelben Kaserne“ (heute Kennedypark), wie Zeitzeugen berichten.

Ein Großteil des Aachener Trümmergrunds wurde im Gillesbachtal angehäuft. Wer würde heute vermuten, dass unter den Hügeln des Parkgeländes (nahe des Gillesbachs) wesentliche Mengen an Bauschutt aus den Nachkriegsjahren verborgen sind?

Foto: Privatarchiv Heinz Cöhnen, 1959

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One Response to Aachener Straßenbau

  1. Rolf Schieren sagt:

    Gerne würde ich Kontakt zu dem Fotografen aufnehmen. Auf dem Bild ist mein Vater zu sehen.
    Er war 40 Jahre beim Tiefbauamt und kann einiges erzählen.
    Das Foto entstand llerdings nicht in der Liebigstr., sondern in der Altstr.. Also wäre toll, wenn der Besitzer des Bildes mit mir in Kontakt treten würde.

    L.G. Rolf Schieren

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