Der Barbarossaleuchter im Aachener Dom

Aachener Stadtgeschichte: Barbarossaleuchter 1938
Das Foto wurde 1938 zu Unterrichtszwecken verwendet. Es ist wahrscheinlich, dass der Aufnahmezeitpunkt deutlich davor datiert

Als sicher gilt, dass die Werkstatt des Leuchters maasländisch orientiert ist. Wann die imposante Edelschmiedekunst (in der zweiten Hälfte des 12ten Jahrhunderts) von Friedrich Barbarossa gestiftet wurde, ist historisch unbestimmt.

Die Lichtkrone nimmt mit ihren sechzehn Türmen die Architektur des Oktogons auf.

Der Barbarossaleuchter befindet sich nicht mehr im Originalzustand. Seinen Urzustand gibt vage ein Kupferstich aus dem Jahre 1620 wieder. Über Jahrhunderte hinweg erfuhr der mächtige Leuchter Zerstörungen. Ursprünglich vereinte er eine Fülle meisterlicher Techniken (die sich z. B. im Reichtum seiner Ornamente widerfanden).

Anfang des 19ten Jahrhundert (in der Zeit des ersten Aachener Bischofs Marcus Antonius Berdolet) wurde darüber diskutiert den Barbarossaleuchter einzuschmelzen.

Barbarossa-Leuchter im Aachener Dom - Vorkriegsfoto
Dieses Bild zeigt ebenfalls eine Vorkriegsansicht des Oktogons in östlicher Blickrichtung

Bemerkenswert ist die enorme Tragkraft der 27 Meter langen Kette (sowie deren Befestigung), die den (im Durchmesser mehr als vier Meter spannenden) Leuchter seit Jahrhunderten sicher hält.

Das obere Foto stammt aus der „Reichsstelle für Unterrichtsfilm“ und wurde von Theodorisch Benzinger vor dem Zweiten Weltkrieg aufgenommen. Auffällig ist die fehlende Bestuhlung auf dem Geschichtsunterricht-Foto.

Fotos: Privatarchiv Jorg Mühlenberg

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