Elisenbrunnen & Stadttheater – Entwürfe von Karl Friedrich Schinkel?

Aachener Stadttheater um 1944
Stadttheater Aachen im Jahr 1944

Auch wenn es mancher Aachener vielleicht nicht gerne wahrhaben will: Karl Friedrich Schinkel wurde nie von der Aachener Stadtverwaltung beauftragt, an den Bauten des Elisenbrunnens und des Stadttheaters mitzuwirken.

Dennoch wird Schinkel oft im gleichen Atemzug mit dem eigentlichen Architeken Johann Peter Cremer genannt. Oder Ur-Öcher sprechen gleich von „Schinkel-Bauten„. Wie kommt das?

Zum Zeitpunkt des Baubeginns 1822 war Schinkel für die Revisionsabteilung der preußischen Oberbaudeputation tätig. Diese Behörde, die er 1830 als Leiter übernahm, prüfte alle staatlichen Bauvorhaben im Königreich Preußen, die die Investition von 500 Talern überstiegen.

Aachener Stadttheater - Foto vor dem Ersten Weltkrieg
Stadttheater-Ansicht vor dem ersten Weltkrieg. Damals waren die mächtigen "Hasenohren" noch vorhanden - ein stilistischer Fehlgriff

Schinkel, in späteren Jahren Oberlandesbaudirektor, behielt sich vor, sämtliche Entwürfe zu überarbeiten. Dies führte zu einer stilistischen Angleichung der öffentlichen Bauten in Preußen. So ergänzte Schinkel den ursprünglich mit sechs Säulen versehenen Theater-Entwurf von Cremer auf acht Säulen, die sich damit über die gesamte Gebäudefront erstrecken.

Landbauinspektor Johann Peter Cremer entwarf das Kongreßdenkmal. Auch dieses Denkmal wird bevorzugt Karl Friedrich Schinkel zugeordnet.

Foto: unbekannter Herkunft, Internet-Fund

Foto: Privatarchiv M. May

 

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