Feuerlöschgruppe Dom (1941-1945)

Feuerlöschgruppe Dom: Details aus der Aachener Geschichte
Ein Panoramafoto, das vor den Bombarierungen entstand. Das sich der Dom heutzutage in einem ähnlichen Zustand befindet, ist dem Idealismus der "Feuerlöschgruppe Dom" zu verdanken

Auf freiwilliger Basis fanden sich nach 1941 Mädchen und Jungen, die sich zur „Feuerlöschtruppe Dom“ formierten.

Zuvor bemängelten u. a. der Vorsitzende des Karlsvereins Wilhelm Farwick sowie der Regierungspräsident Aachens, Franz Vogelsang den unzureichenden Luftschutz des Aachener Doms.

Ein Sohn des Dombaumeisters Professor Josef Buchkremer, Dr. Stephan Buchkremer, übernahm daraufhin die Ausbildung und Leitung der jugendlichen Freiwilligen.

In diversen Einsätzen, z. B. am 15. Juli 1943, am 18. Oktober 1943, am 24. Dezember 1943, am 8. Januar 1943 sowie am 11. April 1944 bewahrte die „Domwache“ (unter Einsatz des eigenen Lebens) den karolingischen Bau vor dem Ausbrennen.

Ab Mai 1944 war die Trinkwasserversorgung in der Innenstadt außer Betrieb gesetzt. Sie wurde daraufhin ebenfalls von der Feuerlöschtruppe unterhalten. Die Gruppe barg darüber hinaus Verletzte aus umliegenden Häusern und bewahrte benachbarte Häusergruppen vor dem Abbrennen.

Am 19. Oktober 1944 erreichten die ersten amerikanischen Soldaten den Aachener Dom.

Als 17jähriger leitete Helmuth Jansen vier Monate lang die Domlöschgruppe. Er wurde später verhaftet und in Lager in Deutschland und Belgien gebracht.

Dr. Jansen feierte im Frühjahr 2012 seinen 85zigsten Geburtstag und lebt (als einzig verbliebener der Domlöschtruppe) heute wahlweise im Domviertel und im benachbarten Belgien.

Foto: Sammlung Mühlenberg

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