Kaiserplatz in Aachen

Bilder aus Alt Aachen: Kaiserplatz - Pferdebahn, Straßenbahn
Im Jahre 1879 überlies der vermögende Bürger Gerhard Rehm der Stadt einen großen gusseisernen Brunnen, den er ein Jahr zuvor auf der Weltausstellung in Paris erstanden hatte

Wie eine ruhige Insel ruht am Kaiserplatz die Kirche St. Adalbert. Auf dem Felsen am Adalbertstift wurde der Vorgängerbau 1005 geweiht. Später schloss man den Felsen in die Befestigungswerke der Stadt ein. Die alte Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 19ten Jahrhunderts wegen Baufälligkeit abgerissen.

Der Kaiserplatz ist mit 159 Metern über NN der tiefste Punkt in der Aachener Innenstadt. Vom Kaiserplatz führt seit 1812 eine Verbindungsstraße (Wilhelmstraße) nach Burtscheid.

Das Foto zeigt eine seltene Szene mit  pferde-gezogenen Straßenbahnen. Ihr Betrieb dauerte nur wenige Jahre, da die Pferde mit den vielen Steigungen im Stadtgebiet überfordert waren. An Steigungen mussten Passagiere häufig aussteigen.

Unweit des Kaiserplatzes befand sich seit 1881 die erste Badeanstalt der Rheinprovinz (am Adalbertsteinweg 10).

Der Kaiserplatz war im Herbst 1944 drei Tage lang besonders erbittert umkämpft.

Im Laufe weniger Jahrzehnte hat sich (nicht nur) das Straßenbild am Kaiserplatz grundlegend verändert. Einen der ältesten und idyllischsten Vorzeigeplätze der alten Kaiserstadt hat man (in vielerlei Hinsicht) ins erschreckende Gegenteil, in eine Art „Zombieplatz“ verwandelt.

Foto: Sammlung Mühlenberg

 

 

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