Blick in die Aachener Krämerstraße (heute Pfeifen Schneiderwind)

Aachener Krämerstraße vor dem Krieg
Die Aachener Krämerstraße ist heute eine moderne Fußgängerzone. Besonders schmerzlich ist die Rekonstruktion des Hauses "Goldener Apfelbaum". 1968 unternahm man den Versuch, die ursprüngliche Fassade mit Elementen eines Baus aus der Jakobstraße nachzubilden

Zu sehen ist die Straßenfront Krämerstraße 13-15, an der sich heute das Einzelhandelsgeschäft „Pfeifen Schneiderwind“ (seit 1971) befindet.

Die Ursprünge des Unternehmens reichen bis in die Mitte des 19ten Jahrhunderts zurück. Das Stammhaus befand sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite des heutigen Firmsitzes.

Der Tabak- und Pfeifenspezialist gilt heute bundesweit als einer der renommiertesten Händler für Pfeifen (ähnlich Pfeifen-Huber in München).

Zuvor waren an dieser Stelle (auf dem Bild erkennbar) die Ladenlokale von Peter Bensberg und eine Geschäftsstelle von Trumpf (später Ludwig Schokolade; seit 1996 zur Krüger Gruppe gehörend) beheimatet.

Ein touristischer Anziehungspunkt der Krämerstraße ist der Puppenbrunnen (seit 1975).

 

Der Puppenbrunnen in der Aachener Krämerstraße
Der Puppenbrunnen zeigt regionalgeschichtliche Objekte. Er befindet sich in der Krämerstraße und wurde von Bonifatius Stirnberg erschaffen

In der unteren Krämerstraße befand sich das Eiergässchen. Heute ist die Gasse zugebaut.

Am oberen Ende der Krämerstraße ist ein neugotisches Kruzifix angebracht. Gleich daneben hat der Postwagen „überlebt“. In den 1890er Jahren wurde dessen Abriss diskutiert.

Fotos: Sammlung Mühlenberg

 

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Die Monheims-Apotheke am Hühnermarkt (heute Couvenmuseum)

Monheim Apotheke: Heute Couvenmuseum in Aachen am Hühnermarkt
Haus Monheim vor den Kriegszerstörungen, jetzt Couven-Museum

In der Monheimsapotheke wurde ab 1857 Schokolade hergestellt. Der Apotheker Johann Peter Josef Monheim untersuchte auch die Heilquellen Aachens. Er erhielt die Doktorwürde von der Universität Göttingen.

Viele Jahre lang unterstützte er notleidende Bürger. Die Monheimsallee ist nach ihm benannt. Sein Sohn Leonhard gründete die bekannte Schokoladenfabrik.

Das Haus Monheim ist ein spätbarockes Backsteinhaus. Nach dem Krieg wurde das Gebäude erneuert und ab 1958 als Couvenmuseum eingerichtet.

Foto: Sammlung Mühlenberg

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Aachener Heiligtumsfahrt

Heiligtumsfahrt in Aachen: Zeigung der Reliquien 1951
Aachens Bischof Johannes Joseph van der Velden während der Heiligtumsfahrt 1951

Heute befinden sich auf einigen Dächern rund um den Aachener Dom großzügige Dachterrassen.

Sie wurden für zahlenden Pilger der Heiligtumsfahrt erbaut, die den „Zeigungen“ beiwohnen wollten.

Im 13ten Jahrhundert etablierte sich die Sitte der Zeigung jener Reliquien, die Kaiser Karl zuvor nach Aachen bringen ließ. Lange Zeit war Aachen einer der drei berühmtesten Pilgerorte Europas.

Die Aachener Heiligtumsfahrt gilt als „ältestes Kirchenfest der Deutschen“. Seit 1322 findet die Heiligtumsfahrt im siebenjährigen Turnus statt.

Kernstück dieser Pilgerfahrten war eine öffentliche Zeigung der vier großen Heiligtümer, die normalerweise im Marienschrein aufbewahrt werden.

Fischmarkt und Zugang zum Domhof: Im Jahre 1951 (anlässlich der damaligen Heiligtumsfahrt) wurde das heutige Absperrgitter angebracht.

Die letzte öffentliche Zeigung der Reliquien (vom Domturm) fand in den 1960er Jahren statt.

Foto: Sammlung Mühlenberg

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Aachener Hauptpost – Kapuzinergraben

1893 zog auch das Postamt 1 (zuvor Jakobstraße 23) in das neue Gebäude der Oberpostdirektion am Kapuzinergraben

Die Aachener Hauptpost befindet sich am Kapuzinergaben 17-19. Gleich nebenan (am Theaterplatz 12) begann man 1891 mit dem Bau des Fernmeldeamtes. Das Hauptpostamt wurde bereits 1891 fertig gestellt. Zuvor befand sich die Post in der Augustastraße 21.

Linker Hand (also Richtung Theaterplatz) befand sich das Karlshaus mit einem schönen Saalbau und einem noblen Restaurationsbetrieb. Es wurde 1901 zu weiten Teilen Opfer eines Großbrandes.

Schräg gegenüber (Kapuzinergraben 18) residierten Adelige und Wohlhabende im „Hotel Vierjahreszeiten„. Das nach Kriegszerstörungen nur teilweise wieder errichtete Haus wich 1976 einem Neubau.

Gleich nebenan (Kapuzinergraben 16) befindet sich eine der ältesten Apotheken Aachens, die Hirschapotheke.

Zum Zeitpunkt der Fotografie noch vorhanden war auf der rechten Bildseite ein stadtbekanntes Lokal: Über hundert Jahre bewirteten an der Ecke zur Franzstraße die Brauereibetreiber „Weitz-Merscheim“ durstige und hungrige Aachener.

Foto: Sammlung Mühlenberg

 

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Christenserinnenkloster in der Aureliusstraße

Christenserinnen Aachen in der Aureliusstraße
Christenserinnenkloster, Aureliusstraße - Ende der 1960er Jahre mussten die Ordensfrauen nach Venwegen übersiedeln

Nach 1899 zogen die Christenserinnen in das ehemals von Jesuiten bewohnte Kloster in der Aureliusstraße.

Kloster und Kirche wurden 1968 als „nicht renovierungsfähig“ eingestuft. Heute befinden sich an der Stelle Bauten der „Aachener und Münchener Versicherung„.

Foto: Sammlung Mühlenberg

 

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Aachener Straßenbahn – Fahrschule

Foto aus der Aachener Geschichte: Fahrschüler der Straßenbahn
Fahrschüler der Aachener Straßenbahn in den 1950er Jahren

Die Aachener Straßenbahnen wurden Ende des 19ten Jahrhunderts mit Strom betrieben.

Das Elektrizitätswerk in der Borngasse hat man 1892 hierfür erheblich erweitert. Zunächst wurde eine elektrisch betriebene Kleinbahn anstelle der Pferdebahnen eingesetzt.

Die Straßenbahnen spielten eine bedeutende Rolle in der Hauptschmuggelzeit (1946 bis 1953). In den aus Belgien kommenden Straßenbahnlinien verbreitete sich oft herrlicher Kaffeeduft.

Hauptumschlagsplatz war der Kaiserplatz. Auf der Wilhelmstraße sprangen die Schmuggler oft unvermittelt aus den Straßenbahnwaggons.

Das Foto zeigt Fahrschüler der Aachener Straßenbahnbetriebe. „Uhren Lücker“ wirbt auf der Seitenansicht der Straßenbahn bereits mit dem Firmensitz am Elisenbrunnen. Das Foto muss demnach nach 1954 aufgenommen worden sein.

Fotos: Privatarchiv H. Faymonville – van der Maas

Reiner Bimmermann fügt gewohnt sachkundig hinzu:

Es handelt sich um den Talbot Triebwagen 2608 auf Fahrschulfahrt auf der Linie 25 (siehe auch Foto vom 5. Februar 2012), der bei einem Fotohalt in der Weiche Elgermühle zwischen Brand und Büsbach von einem unbekannten Fotografen “erlegt” wurde.

 

 

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Zollhaus Königstor in der Königstraße

Altes Bild aus Aachen vom Zollhaus in der Königstraße
Vorkriegsaufnahme des Zollhauses, das sich in der Königstraße befindet. Glücklicherweise überstand der Bau das Aachener Kriegsinferno weitgehend unbeschädigt

Stadtbaurat Adam Franz Friedrich Leydel vollendete das klassizistische Torhaus 1836 (zwei Jahre vor seinem überraschenden Tod). Leydel entwarf u. a. auch den Hotmannspief-Brunnen. Das Zollhaus befindet sich heute in privaten Händen.

Hinter dem Bau sind Reste der gotischen Stadtmauer zu entdecken. Das Zollhaus in der Königstraße ersetzte das Königstor, u. a. durch ein Gittertor.

Die Königstraße hat einen mittelalterlichen Straßenverlauf.

An der Ecke zum Templergraben befand sich der Hauptsitz der letzten Privatbrauerei in Aachen „Degraa„.

Foto: Sammlung Mühlenberg

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Hubert Gorressen – Spediteur aus Aachen

Das Transportunternehmen „Hubert Gorressen“ hatte seinen Firmensitz im Reichsweg.

Zu sehen ist eine (für damalige Zeiten) höchst bemerkenswerte Flotte an Mercedes-Lkw. Folglich müssen die Geschäfte der Spedition Gorressen in den 1950er Jahren

Altes Aachen, das Foto vom Reichsweg zeigt Lkw einer Spedition
Hubert Gorressen betrieb nach dem Krieg ein erfolgreiches Speditionsunternehmen in Aachen

gut gelaufen sein.

Foto: Privatarchiv Monika Gorreßen

 

 

 

 

 

 

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Aachener Geschichte – Fotorätsel (15)

Bild aus dem Aachen der 1960er Jahre
Wo entstand diese Aufnahme? Heute sieht die Ansicht anders aus

Wo wurde dieses Foto in den 1960er Jahren aufgenommen?

Foto: Sammlung Mühlenberg

 

 

@ Stefan Trautmann: Richtig – der Weiher heisst übrigens „Ludwigsweiher„, was viele Öcher nicht wissen.

Das ist am Veltmanplatz mit Blick Richtung Hl. Kreuz

 

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„Anton Kinting“ – Aachener Bekleidungsmanufaktur

Abbildung aus der Aachener Stadtgeschichte
Seit 1858 war das Spezialgeschäft für Herren- und Knabenbekleidung (mit Maßanfertigungen) in Aachen ansässig. Es befand sich am Seilgraben, Ecke Großkölnstraße

Die Ursprünge des „Spezialgeschäfts für Herren-, Sport- und Berufsbekleidung“ reichen in das Jahr 1858 zurück.

Bis zum Zweiten Weltkrieg war der Bekleidungshersteller „Anton Kinting“ eine beliebte und frequentierte Adresse in Aachen.

Der Verkaufsstandort befand sich in einem imposanten Gründerzeitbau an der Ecke Seilgraben/Großkölnstraße. Die unternehmenseigene Produktionsstätte hatte man an der Krefelderstraße angesiedelt.

Auf Uniformen, Herren- und Knabenbekleidungen sowie Berufsbekleidung war die Firma Kinting einst spezialisiert.

Aachener Geschicht: Anton Kinting am Seilgraben
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Firmengebäude am Seilgraben völlig zerstört. Der Geschäftsbetrieb ist bereits Ende der 1940er Jahre wieder aufgenommen worden

Der firmeneigene Prachtbau am Seilgraben wurde von Kriegsbomben völlig zerstört. Nichtsdestotrotz nahmen die Firmenverantwortlichen unmittelbar nach Kriegsende (als eines der ersten Aachener Einzelhandelsgeschäfte) den Verkaufsbetrieb wieder auf.

1959 war trotzdem leider Schluss.

Fotos und Abbildung: Privatarchiv Madelaine Begass, geb. Kinting

Aachener Stadtgeschichte: Bekleidungshaus Kinting - wiedereröffnet 1949
Am 19. Oktober 1949 wurde das Bekleidungshaus "Anton Kinting" wieder eröffnet. Das Foto stammt aus den 1950er Jahren
Anton Kinting Herstellung in den 1920er Jahren an der Krefelderstraße
Etwa auf der Höhe des ehemaligen Tanz-Cafés "Corso" an der Krefelderstraße befanden sich die Fertigungsstätten von "Anton Kinting". Das Foto stammt aus den 1920er Jahren
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